Im Rahmen eines Forschungsprojekts hat Müller-BBM Rail Technologies das Auftreten und die Auswirkungen von Radunrundheiten auf Eisenbahnlärm, Erschütterungen und die Beanspruchung der Infrastruktur umfassend untersucht.
Die Messungen wurden im Fahrbahnlabor Sempach (Schweiz) durchgeführt. Zum Einsatz kam ein Wheel Monitoring System (WMS) von Müller-BBM Rail Technologies, das Flachstellen, Polygone sowie akustische Radrauheit im laufenden Betrieb präzise erfasst und auswertet.
Die Ergebnisse zeigen deutlich: Insbesondere Flachstellen und akustische Radrauheit führen zu signifikant erhöhten Schallemissionen. So können ausgeprägte Flachstellen den Vorbeifahrtpegel von Güterwagen deutlich steigern und gleichzeitig Erschütterungen sowie die dynamische Belastung des Oberbaus erhöhen. Auch eine hohe akustische Radrauheit trägt maßgeblich zu erhöhten Emissionen bei, während Polygone vor allem die Infrastrukturbeanspruchung beeinflussen.
Zwischen den Fahrzeugtypen zeigen sich klare Unterschiede: Während Personenzüge überwiegend eine hohe Radqualität aufweisen, treten bei Lokomotiven häufiger Polygonisierung und erhöhte Rauheit auf. Güterwagen weisen insgesamt die höchsten Anteile an Radunrundheiten auf.
Die Ergebnisse unterstreichen die zentrale Bedeutung eines guten Radzustands für die Reduktion von Lärm- und Erschütterungsemissionen sowie für eine nachhaltige Infrastruktur. Zustandsüberwachungssysteme wie das WMS ermöglichen dabei eine gezielte und vorausschauende Instandhaltung.
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